In Frankreich wurde der erste Ebola-Fall bei einem Arzt bestätigt, der aus der Demokratischen Republik Kongo zurückgekehrt war, wo derzeit eine schwere Epidemie wütet. Der Patient wurde auf dem französischen Festland diagnostiziert, umgehend isoliert und in eine Spezialklinik verlegt. Die Behörden versichern, dass bei seiner Ankunft alle Sicherheitsmaßnahmen getroffen wurden.
Dies ist der erste Fall, der in Frankreich nachgewiesen wurde. Der aktuelle Ausbruch in der DR Kongo wird durch einen seltenen Virusstamm namens Bundibugyo verursacht, gegen den es weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt. Dieser Fall ist zudem der erste außerhalb Afrikas im Zusammenhang mit dieser Epidemie gemeldete Fall.
Experten betonen jedoch, dass das Risiko einer weiteren Ausbreitung gering bleibt. Das Ebola-Virus ist nicht luftübertragbar: Es erfordert direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten einer infizierten Person – Blut, Erbrochenes, Schweiß, Speichel, Stuhl – oder mit kontaminierten Oberflächen. Symptomlose Personen übertragen die Krankheit nicht.
Eine Gesundheitsuntersuchung zur Ermittlung möglicher Kontaktpersonen des Patienten ist im Gange. Sie könnten aufgefordert werden, sich 21 Tage lang zu Hause selbst zu isolieren, ein Zeitraum, der der maximalen Inkubationszeit des Virus entspricht.
Pascal Lemontel
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