Eine Hitzewelle ist nicht nur unangenehm, sondern eine physiologische Belastung. Der Körper kämpft darum, seine Körpertemperatur aufrechtzuerhalten, das Herz arbeitet stärker, und innerhalb weniger Stunden kann es zu Dehydrierung kommen. Notaufnahmen verzeichnen jeden Sommer einen Anstieg hitzebedingter Erkrankungen, von denen viele vermeidbar wären.
Die größte Gefahr bleibt die Dehydrierung, die Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrtheit oder Krämpfe verursachen kann. Bei älteren Erwachsenen kann sie sich zu einem Hitzschlag entwickeln, einem lebensbedrohlichen Notfall, bei dem die Körpertemperatur 40 °C übersteigt. Säuglinge dehydrieren jedoch sehr schnell, da ihr Wärmeregulationssystem noch nicht vollständig entwickelt ist.
Kardiologen weisen zudem darauf hin, dass Hitze die Herzfrequenz erhöht und Menschen mit Herzinsuffizienz oder die bestimmte Diuretika einnehmen, destabilisieren kann.
Wirksame Schutzmaßnahmen Um diese Risiken zu minimieren, sind die Empfehlungen eindeutig: Trinken Sie regelmäßig, auch wenn Sie keinen Durst verspüren, und kühlen Sie Ihren Körper mehrmals täglich ab. Eine lauwarme Dusche, ein feuchter Waschlappen oder eine Sprühflasche genügen, um die Körpertemperatur zu senken.
Zu Hause ist das Schließen von Fensterläden und Rollläden tagsüber eine der effektivsten Methoden, um ein angenehmes Raumklima zu schaffen. Ärzte empfehlen außerdem, körperliche Anstrengung zu vermeiden, da diese die Wärmeproduktion im Körper erhöht.
Fehler, die die Gesundheit beeinträchtigen Alkohol, zuckerhaltige Getränke oder stark koffeinhaltige Getränke beschleunigen die Dehydrierung. Vermeiden Sie körperliche Anstrengung und jeglichen Sport. Wenn Sie tagsüber Fenster öffnen, dringt heiße Luft ein. Und vor allem: Lassen Sie niemals ein Kind, eine hilfsbedürftige Person oder ein Tier im Auto zurück, auch nicht für wenige Minuten. Bewahren Sie Ihre Medikamente stets an einem möglichst kühlen Ort auf.
Bei Symptomen Kopfschmerzen, Übelkeit, ungewöhnliche Müdigkeit und heiße, trockene Haut sollten Anlass zur Sorge geben. Rufen Sie im Zweifelsfall sofort den Notruf (112) an und kühlen Sie die betroffene Person, bis der Rettungsdienst eintrifft.
Frank Verain
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